Die Staatsanwaltschaft Magdeburg hat Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Ein 29-jähriger Deutscher muss sich vor dem Landgericht Magdeburg verantworten. Der Angeschuldigte ist des versuchten Mordes hinreichend verdächtig. Weiterlesen nach der Anzeige In diesem Zusammenhang werden ihm außerdem besonders schwerer Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und Angriff auf Vollstreckungsbeamte in einem besonders schweren Fall vorgeworfen. Der Verdächtige wurde bereits am 28. Januar festgenommen und befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. In der Anklageschrift wird dem 29-Jährigen vorgeworfen, sich am 24. Januar 2026 an den Ausschreitungen gegen Polizeibeamte beim Duell zwischen dem FCM und Dresden in der Avnet Arena beteiligt zu haben. So soll der Beschuldigte im Verlauf der Ausschreitungen einen rund 15 Kilogramm schweren Pflasterstein mit voller Kraft und aus der Nähe auf die Beamten in der Polizeikette geworfen haben. Der Stein traf einen Polizisten am Kopf. Die Schwere und Größe des Steins und die kurze Wurfdistanz bringen die Staatsanwaltschaft zu der Überzeugung, der Angeklagte habe eine tödliche Verletzung zumindest billigend in Kauf genommen. Der 1. FC Magdeburg war nach den gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen mehr als 70 Polizisten verletzt wurden, mit einem Teilausschluss der Fans bestraft worden. Zudem musste der Zweitligist eine Geldstrafe von insgesamt 186.600 Euro zahlen.