Dynamo Dresden erlebt einen stabilen Sommer dank der neuen Bosse-Achse mit Sören Gonther und Stephan Zimmermann. Erstmals seit dem Abgang von Sport-Geschäftsführer Ralf Minge 2020 scheint der Traditionsverein auf dem Weg, intern länger Ruhe finden zu können. Entscheidend für die Wende ist vor allem eine Achse im sportlichen Bereich, die Gonther mit den Aufsichtsräten Michael Born und Jan Seifert bildet. Born holte Gonther 2007 als Profi nach Paderborn, zu seiner Spieler-Zeit bei Dynamo war Born Finanz-Geschäftsführer und Seifert Nachwuchsleiter. Diese Verbindungen sind wichtig, weil sie eine Vertrauensbasis garantieren, auf der Gonther und sein Geschäftsführer-Kollege Stephan Zimmermann den Verein gemeinsam mit Trainer Thomas Stamm sportlich nachhaltiger entwickeln können. Der Schweizer Chefcoach traf vor kurzem eine tiefblickende Aussage über den Start der Wintervorbereitung, kurz nachdem Gonther kam. Stamm meinte: „In der Phase hat man gemerkt, dass erstmals, seitdem ich hier bin, es in eine gemeinsame Richtung ging und nicht ein Paddel woanders hinrudert. Da nehme ich das Aufstiegsjahr auch dazu.“ Neu-Aufsichtsrat Born sagte vor kurzem über den neuen Sportchef: „Ich kenne Sören Gonther mittlerweile seit fast 20 Jahren. Dass man da einen ganz anderen Austausch hat, als mit jemandem, den man ein paar Tage kennt, ist klar. Da redet man auch über viel, aber er muss die Entscheidungen treffen. Hinweise kann man geben, aus dem operativen Geschäft bin ich aber raus.“ Direkterer Austausch, kürzere Entscheidungswege, weniger Eitelkeiten! Präsident Ronny Rehn und der Jugendrat waren an der Verpflichtung von Gonther beteiligt, was zeigt, dass die verschiedenen Vereinsorgane alle Anteil daran haben, dass eine möglicherweise stabilere Achse aufgebaut werden konnte. Aufgabe der Zukunft wird es für Stefan Kutschke eine sinnvolle Position zu finden, wie bereits für Niklas Kreuzer, der seit einem halben Jahr im Scouting arbeitet. Damit kann Dynamo junge Fachkräfte mit Vereinsidentität Stück für Stück weiter einbauen, ohne ihnen zu früh und zu viel Verantwortung aufzudrücken.